Mirador del Roque Palmés El Toscón
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Mirador del Roque Palmés El Toscón

Einsamer Logenplatz über Gran Canarias Westen

Der Mirador del Roque Palmés bei El Toscón ist einer der ruhigsten Aussichtspunkte auf Gran Canaria. Er liegt an der abenteuerlichen Straße nach El Carrizal de Tejeda, einem der abgelegensten Weiler im Inselinneren. Schon die Anfahrt über die schmale und kurvenreiche GC-606 vermittelt das Gefühl, die touristisch bekannte Insel weit hinter sich zu lassen. Vom Aussichtspunkt fällt der Blick nach Westen über den Barranco de Siberio, steile Felsrücken und die trockene Bergwelt in Richtung La Aldea de San Nicolás. Die Landschaft wirkt hier karg, wüstenartig und ungewöhnlich unberührt. Direkt gegenüber erhebt sich der markante Roque Palmés, während neben dem Mirador ein gemauertes Kreuz mit kleiner Glockenkonstruktion an die Geschichte und den Zusammenhalt der Bewohner von El Toscón erinnert.

Cruz del Toscón über dem Barranco de Siberio

Ein Denkmal der abgelegenen Berggemeinde

Die Fahrt zum Roque Palmés ist immer wieder ein kleines Abenteuer auf dieser Insel. Die GC-606 windet sich über El Toscón hinunter nach El Carrizal und trifft später auf die Straße zwischen Tamadaba und La Aldea de San Nicolas. Sie ist teileise sehr steil, schmal, stellenweise unübersichtlich und nichts für eilige Fahrer. Dafür erlebt man eine Landschaft, die mit den Ferienorten der Küste kaum etwas gemeinsam hat.

Am Aussichtspunkt steht die Cruz del Toscón, die auch Cruz de la Campana genannt wird. Der lokalen Überlieferung zufolge ließ Pascual Quintana Quintana, genannt Pascualito, das Kreuz gemeinsam mit Bewohnern des Ortes aus Zement errichten und mit einem Eisenstab im Fels verankern. Die Glocke soll ursprünglich an gekreuzten Kiefernstämmen gehangen haben, bevor die heutige gemauerte Konstruktion entstand.

Nach Westen schweift der Blick über den Barranco de Siberio und die tiefen Schluchten, die schließlich in Richtung La Aldea entwässern. Besonders am späten Nachmittag erzeugen Licht und Schatten ein dramatisches Relief. Mein Rat: langsam fahren, Gegenverkehr frühzeitig passieren lassen und niemals blind dem Navigationsgerät folgen.